Sepa-Lastschrift
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Dritte Deichkonferenz an der "Unteren Mittelbe"
- Austausch in Bleckede über aktuelle Fragen des Hochwasserschutzes
Am 02. Oktober 2025 fand im Bleckeder Haus die dritte Deichkonferenz der niedersächsischen Deichverbände oberhalb des Wehrs Geesthacht statt. Gastgeber war in diesem Jahr der Artlenburger Deichverband, die Moderation übernahm der Landrat des Landkreises Lüneburg Herr Jens Böther.
Neben den Deichverbänden nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Elbanrainer-Kommunen, des Niedersächsen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der Landkreise Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, des Vereins zum Schutz der Kulturlandschaft (VSKE), des Wasserverbandes der Ilmenau-Niederung sowie des Biosphärenreservatsverwaltung teil. Auch zwei Landtagsabgeordnete nahmen teil.
Grußworte und Kritik
Vor der Eröffnung durch Moderator Böther sprachen Deichhauptmann Herr Burmester und Bürgermeister Herr Neumann ein Grußwort. Beide machten in ihren Statements deutlich, dass sie den schleppenden Fortschritt bei dringend notwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen an der Elbe mit Sorge betrachten.
Etablierte Austauschplattform
Seit 2023 hat sich die Deichkonferenz als fester Ort für Information und Zusammenarbeit etabliert:
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2023 in Konau (Landkreis Lüneburg), Ausrichter "Neuhauser Deichverband"
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2024 in Hitzacker (Landkreis Lüchow-Dannenberg), Ausrichter "Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Lüchow-Dannenberg"
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2025 in Bleckede (Landkreis Lüneburg), Ausrichter "Artlenburger Deichverband"
Umweltminister Christian Meyer im Dialog
Im Vorfeld der Konferenz war Umweltminister Christian Meyer gebeten worden, zu zentralen Fragen des Hochwasserschutzes in der Region Stellung zu nehmen – darunter:
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der Auenstrukturplan, (verlinkt, öffnet im neuen TAB/Fenster)
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die länderübergreifende Zusammenarbeit mit Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt,
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die Finanzierung von Projekten über das Nationale Hochwasserschutzprogramm (NHWSP),
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sowie die mögliche Umsetzung in Niedersachsen des europäischen Nature Restoration Law (im Kontext des Hochwasserschutzes)
Herr Minister Meyer ging ausführlich auf diese Punkte ein, erläuterte den aktuellen Sachstand und stellte sich den Nachfragen der Teilnehmenden. Darüber hinaus gab er einen Überblick über die zur Verfügung stehenden (guten) finanziellen Möglichkeiten für die laufenden und zukünftigen Hochwasserschutzprojekte.
Auch die mitgereisten Fachreferenten des Umweltministeriums sowie die Direktorin des NLWKN standen in den Diskussionen zwischen den Vorträgen Rede und Antwort. Dadurch konnten viele offene Fragen unmittelbar geklärt werden oder es wurde zumindest ein Ausblick auf das weitere Vorgehen gegeben, und wie mit vorgebrachter Kritik umgegangen wird.
Weitere Themen und Berichte
Die anwesenden Deichverbände und die Samtgemeinde Elbtalaue berichteten zudem über aktuelle Projekte, u. a.:
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mögliche Deichrückverlegung bei Bleckede, Vorplanungen für den nächsten Abschnitt zwischen Radegast und "Viehsteig" (bei Garlstorf)
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Maßnahmen in Wehningen und Dannenberg
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Neubau eines Deiches in Neu Darchau, wo bislang noch kein Deichverband existiert
Im Jahr 2025 wurden bei den Deichverbänden im betreffenden Abschnitt mehrere neue, sogenannte "Bestickfestsetzungen" durch das NLWKN vorgenommen. Diese umfassen Festlegungen zu Deichhöhen, Böschungsneigungen und weiteren deichrelevanten Parametern wie Lage und Maße von Deichverteidigungswegen oder Deichseitengräben. Die Regelungen wurden in verschiedenen Niedersächsischen Ministerialblättern veröffentlicht und sind damit behördlich verbindlich („Verfügung“), z.B. "Nds. MBl. - 2025, Nr. 210", "Nds. MBl. - 2025, Nr. 140" etc.; zu finden z.B. auf der "Verkündungsplattform Niedersachsen" unter "https://www.verkuendung-niedersachsen.de".
Ferner stellte der NLWKN stellte die Arbeit der „Projektgruppe Beschleunigung Hochwasserschutz Elbe“ vor, die gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen zur schnelleren Planung und Umsetzung von Deichbauprojekten erarbeitet. Außerdem wurde über die Arbeitsgruppe „Naturschutz und Deichbau“ im Umweltministerium berichtet, die sich insbesondere mit den Schnittstellen zwischen Deichsicherheit, Lebensräume, Artenschutz und FFH-Vorgaben befasst (in ganz Niedersachsen an den Deichen).
Klar ist: Deiche müssen fast überall ausgebaut werden, und das können sie auch. Die damit verbundenen Auflagen/Einschränkungen, mögliche naturschutzrechtliche Hürden und der arbeitsintensive Zeitbedarf bei Planung und Planfeststellung ist jedoch eine Herausforderung. Kommt es nach teils langer Zeit zu einem Deichbau-Start, so kann es auch sehr schnell gehen: ein Deichverband berichtete, er habe in einem halben Jahr drei Kilometer Deich ausgebaut, und bis auf wenige Gewerke fast fertiggestellt.
Fazit
Nach rund drei Stunden waren sich die Teilnehmenden einig: Die Deichkonferenz ist ein wertvolles Forum, das den direkten Austausch zwischen Verbänden, Politik und Behörden fördert und auch 2026 fortgeführt werden soll. Dazwischen erfolgt noch eine Nachbesprechung der erfolgten dritten Deichkonferenz.
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Stromausfall
Derzeit gibt es einen Stromausfall in Hohnstorf/Elbe, auch das Verbandsbüro ist betroffen. Derzeit keine telefonische Erreichbarkeit, auch der Email-Verkehr ist stark eingeschränkt. Der Netzbetreiber ist informiert.
Der Stromausfall ging bis ca.9:30Uhr, das Problem wurde vom Netzbetreiber behoben.